Alice Schwarzer schreibt

Brandmauer gegen Links?

Die Linke jubelt am Wahlabend in Berlin, rechts Elif Eralp, links Ferat Koçak (mit Connections zum Remmo-Clan). - Foto: IMAGO
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Es sieht ganz so aus, als sei die große Freude der Linken und ihrer Berliner Spitzenkandidatin Elif Eralp verfrüht gewesen. Denn die Front derer, die Eralp nicht im Roten Rathaus sehen wollen, wird immer breiter. Aber wäre es denn möglich, die Linke noch auszubremsen? Ja! Dafür müssten Grüne und SPD ganz einfach nur mit der CDU koalieren.

Dann wäre statt der doch arg naiv von „Liebe zwischen den Völkern“ plappernden Elif Eralp der gelassen wirkende Stefan Evers der Regierende. Und schwul ist er auch noch, ganz wie Klaus Wowereit, der einstige Liebling der Berliner Herzen. Mit dem kleinen Unterschied: Evers ist von der CDU, Wowereit war von der SPD. Aber die ist ja erstmal durch. Ganz wie die CDU.

Eine tragende Mitte gibt es nicht mehr. Die quasi „natürliche“ Mehrheit wäre in Deutschland heute Mitte-Rechts. Das war bei allen letzten Wahlen Volkeswille. Aber das wurde von links verboten (ganz böse, Brandmauer).

Die Mitte-Rechts-Mehrheit in Deutschland wird verhindert durch die Brandmauer.

Schon diese Brandmauer rechts war heikel. Nun kommt also vielleicht noch eine Brandmauer links dazu.

Als größtes Problem mit der extremen Linken ist nach der Berliner Wahl der Antisemitismus geortet worden. Neu ist der ganz und gar nicht. Und er ist in der Tat ein Riesenproblem. Aber der Antisemitismus ist nur Teil eines noch viel größeren Problems: des Islamismus. Denn den Antisemitismus haben die Islamisten, die radikalen Muslime, eingeschleppt. Er ist quasi Teil ihrer DNA.

Und der Schulterschluss zwischen radikalen Linken und radikalen Muslimen ist nicht neu. Er festigt sich seit Jahrzehnten. Das Traumland dieser Islamogauchisten, wie die Einheitsfront von Islamisten und Linken in Frankreich heißt, ist Palästina. Sollte es jemals Wirklichkeit werden, wäre es das Kernland der Islamisten.

Deren harter Kern sind die Muslimbrüder. Sie sind die Speerspitze des Islamismus. Ausgehend von Ägypten unterwandern sie seit Jahrzehnten planmäßig die westliche Welt. Wenn es sein muss, auch mit der Waffe in der Hand, noch lieber aber durch die Eroberung der Herzen. Das Kopftuch ist ihre Flagge. Die „kulturelle Hegemonie“ ist ihr nächstes, ein ganzes Stück weit schon erreichtes Ziel. Dazu haben sie als erstes die Eroberung der großen westlichen Metropolen im Blick.

New York wird seit dem 1. Januar 2026 von Zohran Mamdani regiert, ein flammend bekennender Muslim und für Skeptiker ein Sympathisant der Muslimbrüder.

In London regiert schon seit Mai 2016 der Muslim Sadiq Khan, er bekennt sich allerdings klar zu Rechtsstaat und Demokratie.

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In Paris könnte ab nächstem Frühling ein bekennender Sympathisant der Islamisten und Hamas Präsident sein: Jean-Luc Mélenchon, der Chef der Geeinigten Linken („La France insoumise“). Mélanchon richtet sich vorrangig an die muslimischen WählerInnen und kokettiert mit einem unverhüllten Antisemitismus, der bei der Islam-Community gut ankommt. Dieser Schulterschluss hat nicht nur in Frankreich schon lange Tradition und wird als Islamogauchisme bezeichnet.

Mélanchons chancenreichste Gegenkandidatin ist Marine Le Pen, die Chefin des rechtspopulistischen Front National. Sie bekennt sich offensiv zu Israel und unter ihrer Wählerschaft waren schon bei den letzten Wahlen eine Menge der französischen Juden, wie Wahlanalysen dokumentieren.

In Berlin ist nun die Deutsch-Türkin Elif Eralp auf dem Sprung. Noch in der Wahlnacht fiel auf der Wahlparty auf, was die Medien schon viel früher hätten sehen können: die Nähe der Linken zu muslimischen Clan-Chefs und Hamas-Sympathisanten. Es feierten mit den Linken z.B. Clan-Chef Issa Remmo und Ibrahim Ibrahim, ein Vertreter der Terrororganisation "Vereinigtes Palästinensisches Nationalkomitee“, VPNK. Kein Wunder: Für die Linke ist schon der Begriff „Clan“ rassistisch, und die Polizei will sie, wenn schon nicht abschaffen, so doch mindestens kleinhalten. Und: Ist es ein Zufall, dass der Kampagnenmacher von Mamdani, Morris Katz, auch die Kampagne für die Linke gemacht hat? Oder ist es nur eine Wahlverwandtschaft?

So verschieben sich die Lager und Grenzen. Ob Eralp das Rote Rathaus letztendlich wirklich erobern wird, werden wir sehen. Sollte es die Linke schaffen, wird das nicht nur ein Problem in Sachen Antisemitismus, sondern auch eines in Sachen Proislamismus.

ALICE SCHWARZER

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