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Mythos Sisi: Was ist ihr Geheimnis?

Filme, Bücher, Ausstellungen versuchen, den Mythos Sisi zu ergründen. Was ist ihr Geheimnix?
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Weihnachten kommt sie wieder in unser Wohnzimmer. Sissi, die mit zwei S. Die Romy-Sissi. Bis vor einem Jahr war Romy die Einzige, die mit ihrem internationalen Blockbuster aus den 1950er Jahren bis heute überlebt hat.

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Da ist es nicht ohne Tragik, dass Romy selbst diese Rolle im Rückblick regelrecht gehasst, sich dafür geschämt hat. Zu Unrecht. Zumindest, was die erste der drei Sissi-Folgen angeht. Da ist die Romy-Sissi so erfrischend und mitreißend, dass sie ihre erfahrenen KollegInnen überstrahlt, Mutter Magda Schneider sowieso.

Von dem jungen Naturtalent, das nie auch nur eine Stunde Schauspielunterricht hatte, wird wenig später die große Lilli Palmer, die mit ihr „Mädchen in Uniform“ gedreht hat, sagen: Wenn Romy die Szene betrat, wurden alle anderen Schauspieler unsichtbar.

Romy hat dann zwar noch, widerwillig, zwei weitere Sissi-Folgen gedreht, eine vierte jedoch abgelehnt, trotz der für die damalige Zeit legendären Gage von einer Million Mark. Sie hatte recht. Die Filme von Regisseur Marischka waren kitschig. Sie entsprachen nach dem Zweiten Weltkrieg dem Zeitgeist: der Sehnsucht nach naiven, süßen Kindfrauen, ein bisschen keck, aber nicht zu sehr, und sodann ganz liebende Gattin und Mutter.

Schon Marischkas Sissi hatte allerdings nicht den Anspruch der historischen Wahrheit erhoben (die auch gar nicht so leicht rekonstruierbar wäre). Seine Nachfolger tun das ebenfalls nicht. Aber alle spüren dem Sisi-Spirit nach: der Frau, mit der sich noch nach fast zwei Jahrhunderten so viele Frauen identifizieren...

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