In der aktuellen EMMA

Trans: Der große Bluff

Reuters
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Wer es alarmierend findet, dass mit dem sogenannten „Selbstbestimmungsgesetz“ demnächst 14-Jährige per „Selbstauskunft“ ihren Geschlechtseintrag beim Standesamt ändern könnten, bekommt von den zuständigen PolitikerInnen gebetsmühlenartig einen Satz zu hören: Es handle sich ja lediglich um eine „soziale Transition“, keine körperliche.

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„Es muss zwischen dem medizinischen Weg einer Geschlechtsangleichung und dem juristischen Weg einer Personenstandsänderung unterschieden werden“, hatte zum Beispiel Annalena Baerbock erklärt, als EMMA sie, noch in ihrer Funktion als Kanzlerkandidatin, im Herbst 2021 zum geplanten Geschlechtswechsel via Sprechakt befragt hatte.

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Baerbock antwortete: „Nur eine Berichtigung des Geschlechtseintrags beim Standesamt sollte ab dem 14. Lebensjahr möglich sein. Für operative Geschlechtsumwandlungen sehen fachliche Leitlinien ein Mindestalter von 18 Jahren vor.“

Jüngst erklärte auch Sven Lehmann, der „Queer-Beauftragte“ der Bundesregierung: „Operative Angleichungen werden sowieso in der Regel nicht vor dem Alter von 18 Jahren vorgenommen. Alle medizinischen Fragen werden übrigens nicht von dem neuen Selbstbestimmungsgesetz geregelt, dafür gibt es medizinische Leitlinien.“ Er kündigte einen Gesetzentwurf noch vor der Sommerpause an.

Man kann diese Aussagen leider nicht anders bezeichnen als: ein großes Täuschungsmanöver.

Ja, es gibt medizinische Leitlinien für die Diagnostik und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit „Geschlechtsdysphorie“, also einem tiefen Leiden am eigenen Geschlechtskörper. Sie werden von den medizinischen Fachgesellschaften erstellt und alle fünf Jahre aktualisiert. Und sie empfehlen bisher tatsächlich Altersgrenzen für die medizinische Behandlung von Kindern und Jugendlichen. Für operative Eingriffe liegt diese Grenze bei 18 Jahren.

Doch: Diese Leitlinien sind rechtlich nicht bindend, sie haben lediglich Empfehlungscharakter. Das hat Folgen.

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