In der aktuellen EMMA

Endometriose: im Schmerz gefangen

Foto: imago images
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"Wenn Sie die Hormone nicht mehr nehmen wollen, dann sind Sie selbst schuld an Ihrer Situation“, sagte der Arzt im Endometriose-Zentrum vor ihr. Als Patientin schuld sein – das ist ein großes Kapitel beim Thema Endometriose. Seit 30 Jahren leidet Martina Liel an dieser rätselhaften Frauenkrankheit, deren Ursachen und genauen physiologischen Vorgänge bis heute ungeklärt sind.

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Eines der ersten Endometriose-Symptome:
extremer Schmerz bei der Menstruation

In erster Linie ist Endometriose eine Entzündungskrankheit, bei der sich Fibrosen, also verhärtete Gewebefasern bilden, vor allem im Unterleib um die Gebärmutter herum, an Eierstöcken oder Eileitern. Aber auch an Blase, Darm oder Nieren. Endometriose-Gewebe kommt sogar außerhalb des Beckens vor, etwa am Zwerchfell, in der Lunge oder in der Nase. Außer im Herzen und in der Wirbelsäule wurde das Gewebe schon überall im Körper gefunden.

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Eines der ersten Symptome ist oft extremer Schmerz während der Menstruation. Es gibt aber auch Frauen mit riesigen Endometriose-Befunden, die gar keine Symptome haben. In diesen Fällen hat die Endometriose keinen Krankheitswert.

Die Krankheit beginnt da, wo es zu Menstruationsschmerzen, Rückenschmerzen, Schmerzen in den Beinen, beim Urinieren oder beim Stuhlgang kommt oder sogar Organe in ihrer Funktion eingeschränkt werden und Frauen unfruchtbar werden. Wie es genau durch Endometriose zu Schmerzen und Unfruchtbarkeit kommt, ist ebenfalls nicht vollständig geklärt. Zudem erlebt mehr als die Hälfte der Patientinnen Schmerzen beim oder nach dem Geschlechtsverkehr.

Auch Martina Liel hatte die schlimmste Sorte erwischt. Über ihren Kampf gegen die unbekannte Krankheit - und wie betroffene Frauen Hilfe finden, berichtet sie in der aktuellen EMMA.

 

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