In der aktuellen EMMA

Islamismus: Gefahr unterschätzt!

Betende Männer vor dem Brandenburger Tor.
Artikel teilen

Von allen antidemokratischen Ideologien ist der Islamismus die gefährlichste, weil er seine Ziele erfolgreich verschleiert und nicht erkannt wird. Seine Akteure sind weltweit miteinander vernetzt und üben einen enormen Einfluss auf internationale Organisationen bis in die UN hinein aus. Mal erscheinen sie als harmlose Schüler frommer Gebetskreise, mal als waffenstarrende Milizionäre. 

Islamisten haben ganze Regionen in Asien und Afrika unter ihre Kontrolle gebracht und nehmen seit einigen Jahren auch Europa ins Visier. Hier haben sie Verbindungen zu Parteien, Kirchen und NGOs aufgebaut und sind erfolgreich dabei, jede Kritik als „antimuslimischen Rassismus“ zu delegitimieren und islamische Normen in Schulen, Universitäten und öffentlichen Einrichtungen zu etablieren. Vielfach verharmlost, genügt doch ein einziger Blick in Gesellschaften, die unter islamischer Ordnung leben, um zu erkennen, dass dies das Ende jeglicher Freiheit ist. 

Der erste Reflex nach Attentaten sind stereotype Betroffenheitsfloskeln

2015 in Deutschland. NGOs und Medien applaudierten. Die Vertreter des neuen guten Deutschlands hatten unmissverständlich demonstriert, dass sie imstande waren, Fremde mit offenen Armen aufzunehmen. Und die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt freute sich öffentlich darüber, dass das Land mit tausenden von Muslimen „religiöser“ werden würde. Für Bedenken war angesichts dieser Euphorie kein Platz. Der Islamismus wurde ebenso tabuisiert wie die sexuellen Übergriffe durch junge Migranten. 

Als der tunesische Dschihadist Anis Amri am 19. Dezember 2016 mit einem gestohlenen Lastkraftwagen, dessen Fahrer er zuvor ermordet hatte, mit voller Geschwindigkeit in einen Berliner Weihnachtsmarkt fuhr und zwölf Menschen tötete, brach der Mantel des Schweigens nur für kurze Zeit auf. Die Reaktion war, verglichen mit der, die bei rechtsextremen Attentaten gezeigt wird, eher nachlässig. Erst nach einem Jahr traf sich die Kanzlerin mit den Angehörigen der Toten. Wer sich vor Augen führt, was alles nach dem Anschlag in Hanau geschah, kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass mit zweierlei Maß gemessen wurde.

Die November/Dezember-Ausgabe als Printheft oder eMagazin im www.emma.de/shop
Die November/Dezember-Ausgabe als Printheft oder eMagazin im www.emma.de/shop

Gewalt im Namen des Islams wird als lästiges Phänomen behandelt. Sie trübt das Bild des Migranten, der uns bereichern, und des Islams, der den religiösen Block in einer säkularisierten Gesellschaft stärken soll. Politiker wissen, dass die Bevölkerung nach Anschlägen nervös wird, dass die Stimmung kippen und dies Einfluss auf Wahlen haben kann, dass am Ende sogar die AfD profitiert. Letzteres ist vielleicht ihre größte Sorge. Was tun? 

Der erste Reflex ist stets, stereotype Betroffenheitsformeln zu verkünden, doch unmittelbar darauf folgt dann die Bekundung, die Mehrheit der Muslime sei friedlich, die schrecklichen Taten seien eben lediglich Einzelfälle, die man nicht aufbauschen solle. Immerhin sei sonst der gesellschaftliche Zusammenhalt in Gefahr, weniger wegen der Attentäter, die häufig mit der Vermutung entschuldigt werden, sie hätten möglicherweise eine psychische Störung, als mehr wegen der „Rechtspopulisten“, die daraus Kapital schlagen könnten. Dass islamistische Attentate und Morde häufig mit Demonstrationen gegen rechts beantwortet werden, ist eine besondere Kuriosität. 

Den ganzen Artikel in der November/Dezember-Ausgabe lesen.

Artikel teilen
 
▸
▸
Zur Startseite