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Josephine Baker: Tanz in die Freiheit!

Foto: Lucien Walery/imago stock&people
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Für das Altherren-Feuilleton der FAZ ist sie eine „leicht geschürzte Revuetänzerin“; für ihren Zeitgenossen Picasso war sie eine „Nofretete der Jetztzeit“, für de Gaulle eine bewundernswerte Widerstandskämpferin und für viele Schwarze eine Ikone ihres Freiheitskampfes.

Josephine Baker, geboren 1906 als Freda Josephine McDonald in St. Louis am Mississippi, gestorben 1975 in ihrer Wahlheimat Frankreich, wird am 30. November 2021 ins Panthéon einziehen, diese letzte Heimstätte ganz großer Franzosen, genau gesagt: Ruhmeshalle für 71 Männer und sechs Frauen. Die erste war 1995 die Chemikerin und Nobelpreisträgerin Marie Curie (gestorben 1934), die sechste ist jetzt die Tänzerin Josephine Baker.

Ihr Weg ins Panthéon war weit. In ihrer Kindheit hatte Josephine die blutigen Rassenunruhen erlebt und noch als Weltstar musste sie im Amerika der Rassentrennung Luxushotels durch den Dienstboteneingang betreten – und rächte sich mit ihrem lebenslangen, radikalen Kampf gegen den Rassismus und gegen den Antisemitismus. Im Zweiten Weltkrieg tanzte sie als Josephine für die Truppen und spionierte als Unteroffizierin der „freien Armee“ für Frankreich. Im Alter adoptierte sie elf Kinder aus elf Nationen und machte jahrelang „letzte“ Tourneen, um ihre „Regenbogenfamilie“ durchzubringen. Emmanuel Macron persönlich hat die Aufnahme von Josephine Baker ins Panthéon entschieden. Der Präsident versteht sich auf schöne Worte. Mit Josephine Baker, „aktiv in der Résistance und unermüdliche Kämpferin gegen den Rassismus, ehrt Frankreich eine ungewöhnliche Persönlichkeit“, erklärte er. Denn: „Die geborene Amerikanerin hat im Namen ihres lebenslang geführten Kampfes für die Freiheit und Emanzipation das Frankreich der ewigen Aufklärung gewählt.“ – Wohlan. Hier folgt das Leben der zu Recht Geehrten.

Es hätte auch schief gehen können. Geboren wird Freda Josephine McDonald 1906 in dem elenden Schwarzenviertel von St. Louis am Mississippi, wo sie als Kind eines der schlimmsten Schwarzen-Pogrome erlebt. Ihre Mutter ist schwarz, der Vater soll weiß gewesen sein. „Für die Schwarzen war ich zu weiß und für die Weißen war ich zu schwarz“, hat sie einmal gesagt. Und: „Meine glücklichste Kindheitserinnerung? Da fällt mir wirklich nichts ein. Aber ich kann erzählen, was meine fürchterlichste war …“ Eine der fürchterlichsten war, als sie als Siebenjährige im Haushalt von Weißen schuften musste und die Hausherrin ihre Hände in das kochend heiße Wasser getaucht hat, weil das Kind ihrer Meinung nach nicht sauber genug gespült hatte. „Da betete ich zu Gott: Bitte lass mich sterben“, erzählt sie in ihren Memoiren. „Ich bin zu unglücklich auf dieser Welt.“

Die Mutter ist Wäscherin, wäre aber gerne Tänzerin und tingelt in Kneipen. Sie gibt Josephine bei der Großmutter ab, holt sie irgendwann wieder und verdingt das Kind als Dienstmädchen. Josephine bricht aus, wird die Anführerin einer Straßengang und liefert schon im Alter von acht ihr erstes Geld zuhause ab. Als sie 13 ist, wird sie von der Mutter verheiratet. Es hält nicht lang. Mit 15 heiratet Josephine ein zweites Mal. Auch das hält nicht lang.

Und dann macht sie sich auf den Weg. Sie schlägt sich durch – und landet mit 18 in New Orleans. Getanzt hatte Josephine immer schon, jetzt wird es ihr Beruf. Es ist die Zeit des Jazz und der wilden Tänze. Die Frau, die wenig später mit ihrem Bananenrock und dem bloßen Busen weltberühmt werden wird, fällt nicht etwa auf, weil sie nackt ist, sondern weil sie komisch ist. Keine kann so mit den Augen rollen und schielen und die Beine schlenkern wie Josephine.

„Ich bin davongekommen. Mit geschlossenen Augen träumte ich von Städten im Sonnenlicht, von wundervollen Theatern, von mir im Scheinwerferlicht.“ Josephine schafft den Sprung nach New York. In ihrer Truppe sind ausschließlich Schwarze. Und sie spielen nur für Schwarze. Der Besuch von Weißen in den schwarzen Theatern ist tabu. Noch. Inzwischen tanzt Josephine ihre so leidenschaftlichen, so komischen, so sinnlichen – aber nie obszönen – Tänze in der renommierten Truppe „Shuffle Alone“. Die Show ist mit 585 Vorstellungen die erfolgreichste Broadwayshow. Jetzt sitzen auch Weiße im Publikum.

„Das schielende Mädchen“ wird vom Comedy-Chorus-Girl zur Solotänzerin. Sie mischt alle Stile, kleidet sich verrückt und wird „zum bestbezahlten Revuegirl der Welt“. Der Schriftsteller E. E. Cummings schreibt über Josephines Auftritt: „Sie glich einem großen, lebenssprühenden, niemals fassbaren Schreckgespenst, das auf ganz unirdische Weise die Augen rollte und die Glieder verbog – eine Vision, die ungeahnte Ängste auslöste, die nur sich selbst darstellen wollte und demnach gänzlich ästhetisch war.“

Josephine ist selbstironischer Clown und schwarze Göttin zugleich. Doch mit ihrer Hautfarbe sind ihr in Amerika Grenzen gesetzt. „Als ich die Freiheitsstatue am Horizont verschwinden sah, wusste ich: Jetzt bin ich frei!“ Josephine Baker geht nach Paris.

Da ist eine solche Person mehr als willkommen. Es sind „Les années folles“, die verrückten Zwanziger Jahre, die Zeit des Charleston. James Joyce und Ernest Hemingway verkehren im Salon von Gertrude Stein und deren Lebensgefährtin Alice Toklas; Künstler wie Pablo Picasso, dem Josephine mehrfach Model steht, haben die afrikanische Kunst entdeckt; und André Breton schreibt das Manifest des Surrealismus. Josephine Baker, die dadaistische Tanzkünstlerin, wird mit offenen Armen aufgenommen. In Paris wird Josephine Baker zum ersten schwarzen Weltstar.

Die androgyne Josephine feiert als Highlight in der „Revue Nègre“ Triumphe im Moulin Rouge und hat Affären mit Hemingway wie Colette. Ende 1925 geht sie mit ihrer Revue für zwei Jahre auf eine internationale Tournee, darunter ein paar Monate Berlin, Premiere auf dem Kurfürstendamm. Das laszive Berlin der „Goldenen Zwanziger“ reicht Josephine von Event zu Event. Über Affären mit Männern wie Frauen wird geraunt. Der berühmte Theatermacher Max Reinhardt hofiert sie. Aber es dräut schon das Dunkel. „Braunhemden“ überfallen jüdische Lokale.

Josephine Baker tritt jetzt in ihrem berühmtesten Kostüm auf: der Bananenrock (aus Gummi), der eine ironische Reminiszenz an den Rassismus und eine Art phallischer Trophäensammlung zugleich ist; darunter ein glitzernder Slip, um den Hals, bis zu den bloßen Brüsten, dicke Perlenketten.

Inzwischen hat die Analphabetin auch Lesen und Schreiben gelernt. Dennoch verheddert sie sich in ihren Verträgen. Ihre Managerin Caroline Reagan ist genervt: „Josephine war wie ein unerzogenes Kind“, klagt sie später. „Moralische Grundsätze kannte sie nicht. Niemand hatte ihr beigebracht, was das ist: Moral.“

Josephine kommt zurück nach Paris. Da ist sie nun der Star der berühmten Folies Bergère. Doch allmählich wächst der doch erst 20-Jährigen der Ruhm über den Kopf. Da kommt gerade zur rechten Zeit Graf Pepito Abatino in ihr Leben. Der Italiener ist zwar gar kein Graf, sondern das vierte Kind einer armen sizilianischen Familie und Beamter im Finanzministerium – aber mit Josephine meint er es ernst, er ist verlässlich und tüchtig. Die beiden heiraten. Er wird ihr Manager und macht Josephine Baker zur Marke. Nun gibt es einen Club „Chez Josephine“, in dem tout Paris nach Mitternacht verkehrt, weil da der Star aus der Nähe zu sehen ist. Es gibt nichts, was Pepito nicht zu Geld macht, sogar Josephine-Baker-Puppen. Bei seinem Tod, da sind die beiden längst getrennt, wird er ihr alles vermachen („Sie kann es gebrauchen.“).

Inzwischen singt der Star auch. Ihre ersten Platten erscheinen. Auch die ein großer Erfolg. Josephine lebt ein luxuriöses, extravagantes Leben mit glänzenden Autos und dicken Pelzen. Und: Sie hat in ihren prächtigen Wohnungen endlich Platz für alle ihre Tiere: Schweine, Schlangen, Affen, und zuguterletzt auch noch ein Leopard. Ohne ihre Tiere mag Josephine auch nicht mehr verreisen. Und ihr Schwein wird regelmäßig gebadet.

Gleichzeitig beginnt sie, ihre permanenten Wohltätigkeiten in großem Stil zu betreiben. Weihnachten 1926 macht sie im Folies Bergère eine Veranstaltung für die Kinder von Polizisten und spielt persönlich den Nikolaus. Später wird sie immer wieder Essen und Geschenke für arme Kinder verteilen und in Suppenküchen für die hungernde Bevölkerung persönlich bedienen und alles bezahlen. Lebenslang ist ihr Mitgefühl und Gerechtigkeitssinn stark ausgeprägt.

Für Pepito war das alles nicht immer leicht. Einmal zettelte er aus Eifersucht ein Duell an. Beide Männer überleben – und die Weltpresse hat ihren Skandal. Josephine ist das egal. Das wilde kleine Mädchen aus St. Louis kennt keine Scham.

Anfang der 30er Jahre entdeckt sie der Film. „Zou Zou“ wird ein Kassenschlager. Sie spielt darin die schwarze Schwester eines weißen Halbbruders (verkörpert von Jean Gabin). In Amerika kommt der Film auf die Liste verbotener Filme. Eine Schwarze kann nicht die Schwester eines Weißen sein.

Dennoch kehrt Josephine nach zehn Jahren erstmals nach Amerika zurück. Sie tritt am Broadway auf, doch der Erfolg bleibt aus, die Presse macht den schwarzen Weltstar nieder. Und in dem New Yorker Luxushotel St. Moritz am Central Park lässt man sie zwar wohnen, aber sie muss durch den Dienstboteneingang gehen. Josephine lässt die Freiheitsstatue wieder hinter sich.

Inzwischen ist Josephine von dem strapazierten Pepito getrennt. 1937 heiratet sie den extravaganten Bohemien und Industriellen Jean Lion. Er ist Jude. 1938 tritt sie der „International League against Racism and Anti-Semitism” bei. Inzwischen hat sie einen neuen Manager, der für sie Tourneen in der ganzen Welt organisiert. Nachdem die Deutschen im Juni 1940 Frankreich besetzt haben, weigert Josephine sich, noch weiter in ihrer Wahlheimat aufzutreten: „Solange noch ein Deutscher in Frankreich ist, werde ich nicht singen.“

Ihr Manager, Daniel Maouani, bringt sie in Kontakt mit de Gaulles Exilregierung in London. Josephine Baker geht in den Widerstand, sie wird Spionin für ein „freies Frankreich“. In „Les Milandes“, einem von ihr gemieteten Schloss in der Dordogne, versteckt sie Waffen – und fliegt beinahe auf. Es hätte sie ihr Leben kosten können.

Und sie macht Truppenbetreuung bei den Alliierten in Nordafrika – nicht ohne eine leidenschaftliche Affäre mit dem Sultan von Marokko anzufangen. Und sie spioniert für die französische Exilregierung de Gaulles in London. Als im Juni 1944 die Truppen der Alliierten in der Normandie landen, besteigt Josephine ein Militärflugzeug nach Korsika, um dort für die Soldaten aufzutreten. Sie hat den Rang eines Unteroffiziers und reist in Uniform.

Charles de Gaulle persönlich veranlasst, dass Josephine Baker den „Orden der Légion d’honneur“ erhält und richtet „Grüße von Madame de Gaulle“ aus. Die Honorare aller Konzerte, die Josephine in den Kriegsjahren gegeben hat, drei Millionen Francs, spendet sie. Auf diesen Konzerten hat der Konzertmeister Jo Bouillon sie begleitet. Er ist ihr lieb geworden. 1947 heiraten die beiden. Jo sagt: „Ich habe noch nie eine Frau getroffen, bei der ich an einen Sturzbach, eine Feuersbrunst und eine Nachtigall zugleich denken musste.“

Mit dem beständigen Jo beginnt Josephine ihr letztes großes Projekt. Sie, die mehrere Male eine Fehlgeburt hatte, gründet ihre „Regenbogenfamilie“. Eigentlich sollten es vier Kinder sein, aber dann werden es doch zwölf. Josephine kann eben nicht Maß halten. Die Kinder sind aus aller Herren Länder und sollen nun auf Les Milandes eine einzige große, glückliche Familie werden. Josephine trägt auf ihre Art dazu bei: Sie geht auf Tournee und verdient Geld. Jo hält die Stellung und kümmert sich um die Kinder.

Die Schlossherrin bezieht, ganz wie es ihre soziale Art ist, das ganze Dorf mit ein und macht das Anwesen zu einer Touristenattraktion. Auch die Kinder haben als Darsteller der „Regenbogenfamilie“ mitzumachen. Es wird nicht immer einfach für sie gewesen sein. Doch bis heute sprechen alle respektvoll und liebevoll von ihrer Mutter.

1951 ist Josephine mal wieder auf Tournee, diesmal auf Kuba. Ihre Auftritte sind ein so durchschlagender Erfolg, dass auch in Amerika darüber berichtet wird. Der Manager eines Clubs in Miami reist an und bietet ihr 10.000 Dollar pro Woche für ihren Auftritt, damals viel Geld. Sie stellt eine gewagte Bedingung: Sie wird nur vor einem schwarz-weißen Publikum auftreten, ohne Rassentrennung. Er willigt schließlich ein. Nach ihrem ersten Auftritt in Miami sagt Josephine vor Publikum: „Das ist der wichtigste Augenblick in meinem Leben. Seit 26 Jahren bin ich zum ersten Mal in meinem Geburtsland – die anderen Male zählen nicht.“

Sie radikalisiert sich und protestiert nun, wo und wie sie nur kann gegen die Rassentrennung in Amerika. Es ist die Zeit der McCarthy-Ära, in der jeder und jede politisch Unliebsame als „Kommunist“ verfolgt wird. Das hätte sie ihre Karriere kosten können, zumindest ihre amerikanische.

Sie muss Amerika verlassen. Alles, was sie erreicht hat, wird wieder zurückgedreht. Es wird zwölf Jahre dauern, bis Josephine wieder nach Amerika kann. 1963 bittet Martin Luther King sie, auf seinem Marsch nach Washington mitzugehen. Sie kommt, in der Uniform als „Offizierin der Résistance, plus Orden. Sie spricht, nach Martin Luther Kings berühmter Rede „I have a dream“, vor Zehntausenden, ja vor der ganzen Nation. Es ist eine ergreifend mutige, erschütternde Rede.

In der Öffentlichkeit ist Josephine Baker eine Siegerin – im Privaten aber wird sie zur Verliererin. Zurück in Les Milandes gerät sie mit Jo aneinander, der seit Jahren für die Regenbogenfamilie da ist. Er klagt, er komme nicht gegen Josephines „Anspruch auf Alleinherrschaft“ an. Nicht dagegen, dass „die wunderbare Josephine zwar mit beiden Füßen auf dem Boden steht, aber mit dem Kopf in den Wolken schwebt. Und dass die linke Hand verschleudert, was die rechte erreicht.“ Die beiden trennen sich.

1964 ist Josephine, trotz einer Kette von „letzten Auftritten“ zur Rettung von Les Milandes, endgültig pleite. Sie wird mit ihren zwölf Kindern aus dem Schloss geworfen. Brigitte Bardot, die Josephine niemals begegnet ist, lanciert spontan einen Spenden-Aufruf: „Ich glaube, diese Frau hat in ihrem Leben sehr viel Mut bewiesen und war immer sehr großzügig“, erklärt sie. „Darum sollten wir jetzt helfen. Ich halte das für meine Pflicht.“ Doch die Spenden reichen nicht.

Da taucht Fürstin Gracia Patricia aus Monaco am Horizont auf wie ein Engel. Sie bietet Josephine für sie und ihre Kinder ein Anwesen in Roquebrun an. Die 13 ziehen in den Süden.

Irgendwann, als die Kinder flügge sind, kehrt Josephine nach Paris zurück. Am 8. April 1975 tritt die inzwischen 69-Jährige in der berühmten Music Hall „Bobina“ auf. Alle sind da: nicht nur Fürstin Gracia Patricia mit Gatten, sondern auch Alain Delon, Mick Jagger, Pierre Balmain etc. Der Präsident der Republik, Giscard d’Estaing, schickt ein Telegramm: „Mit großem Respekt vor Ihrem unendlichen Talent und im Namen eines dankbaren Frankreichs, dessen Herz so oft mit dem Ihren geschlagen hat, sende ich Ihnen Glückwünsche zu 33diesem goldenen Jubiläum, liebe Josephine. Paris feiert mit Ihnen.“

Die Vorpremiere wird ein Triumph ganz wie die Premiere zwei Tage später. Alle folgenden Aufführungen sind schon ausverkauft.

Drei Tage nach der Premiere, am 12. April 1975, erleidet Josephine Baker einen Schlaganfall. Sie wacht nicht mehr auf. Ihrem Sarg folgen 1975 über 20.000 Menschen. Die von Brian Bouillon-Baker jetzt initiierte Petition zur Beerdigung seiner Mutter im Panthéon unterschreiben 45 Jahre später 38.000 Menschen. Bei der Zeremonie am 30. November dieses Jahres wird Brian dabei sein, zusammen mit etlichen weiteren Geschwistern der Regenbogenfamilie.

Was hatte Josephine Baker nach ihrer Rückkehr von dem Protestmarsch neben Martin Luther King gesagt: „Ich bin mit einem Geschmack von Freiheit nach Frankreich zurückgekehrt. Mein Kampf war richtig.“

ALICE SCHWARZER

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