Ausstellung: Elles@centrepompidou

Die Konzeption einer Ausstellung unter feministischem Aspekt ist eigentlich eine Todsünde in der „Stadt der Liebe“ – und in Zeiten des Post- und Parafeminismus ganz besonders. Doch Camille Morineau, Kuratorin im Centre Pompidou, hat es gewagt – und der gewaltige Erfolg der Ausstellung gibt ihr recht. Dabei

So geht es auch: Paradebeispiel Österreich

Die WienerInnen waren die Ersten, die ein vorbildliches Gewaltschutzgesetz hatten – jetzt gehen sie weiter und knüpfen das Netz zum Schutz bedrohter Frauen noch lückenloser. Beim Wiener Verein „Autonome Österreichische Frauenhäuser“ ist man dieser Tage „sehr zufrieden“. Denn im Nachbarland ist gerade

Die Rolle der Krankenhäuser: Nicht länger wegsehen

An der Berliner Charité ist die Betreuung von Misshandlungsopfern Routine, inspiriert vom Projekt „Frauenzimmer“. Ihre Platzwunde am Kopf muss sicherheitshalber noch geröntgt werden“, ­erklärt der Arzt in der Notaufnahme der Patientin. Die Krankenschwester führt die Frau, deren Wunde gerade genäht wurde, in

Die Rolle der Rechtsmedizin: Die Beweise sichern!

Die misshandelte Frau sollte die Spuren der Gewalt gerichtsfest aufzeichnen lassen. Rät Rechtsmedizinerin Sibylle Banaschak. Warum haben Sie Ihr Projekt „Häusliche Gewalt“ am Kölner Institut für Rechtsmedizin initiiert? Es ging uns darum, bekannt zu machen, dass wir Rechtsmediziner so etwas können:

Sonia Mikich: Wir sammeln fürs Frauenhaus

Das war damals, Ende der 1970er Jahre, selbstverständlich für eine Feministin wie Mikich. Und die Aachener Frauenkabarett-Gruppe spendete die Einnahmen. Ich weiß noch genau, in welchem gesellschaftspolitischen Klima die ersten ­autonomen Frauenhäuser entstanden. Begeistert von der Frauenbewegung war ich in den

Gegenwehr II: Lorenas Aufbruch

1993 schnitt sie ihrem Mann den Penis ab. Heute schickt sie ­Therapeutinnen ins Frauenhaus. Einmal fragte eine Küchen-Firma bei ihr an: Ob sie Werbung für ein Pizzamesser machen würde? Lorena Gallo lehnte ab. Obwohl dem Messer ein durchschlagender Erfolg sicher gewesen wäre, denn Lorena Gallo ist bis heute eine

Rangehen: Ein Männerproblem

Immer öfter schicken Staatsanwälte Frauenschläger nicht ins Gefängnis, sondern ins Anti-Gewalt-Training. Mit Erfolg. Die meisten Sprüche hat er schon tausendmal gehört. Trotzdem regt es ihn nach zehn Jahren noch immer auf, wenn wieder mal ein prügelnder Ehemann behauptet, dass er nichts dafür könne. Weil seine

Die Gutachterin: Auge in Auge mit Fritzl

Die österreichische Psychiaterin Dr. Heidi Kastner war im Fritzl-Prozess die vom Gericht ­bestellte Gutachterin. Ihre Aufgabe: Sich in den Täter einfühlen. Sybille Hamann sprach mit ihr. Es ist gar nicht so einfach, Heidi Kastner zu finden. Das Linzer Wagner-Jauregg-Spital wird eben umgebaut, und auf dem Weg in

Hilferuf aus dem Iran: Der Widerstand ist weiblich

Sie werden verhaftet, gefoltert, vertrieben – aber sie lassen sich nicht einschüchtern. Mittendrin oder vom Exil aus versuchen die Iranerinnen, das unmenschliche Regime zu reformieren. Vor einer braun lackierten Garage in Teheran prügelt ein Polizist eine Studentin zu Boden. Eine Demonstrantin eilt zur Hilfe. Sie

Schweiz: Roman Polanski

Am 10. Dezember hörten die US-Richter in Los Angeles seine Anwälte an – wird auch der berühmte Regisseur vor Gericht zitiert? Seit dem 4. Dezember schmachtet Roman Polanski nicht länger in Untersuchungshaft, sondern residiert in seinem wirklich schönen Schweizer Chalet bei Gstaad. Wenn auch mit kleinen Einschränkungen.

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