Sie kämpfen für ihre Schwestern

Foto: Kaveh Kazemi/Getty Images
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Auch den Mädchen der Revolutionsstraße drohen drakonische Haftstrafen und Peitschenhiebe. Kürzlich erst wurde eine der bekanntesten Aktivistinnen, Shaparak Shajarizadeh, zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Nach EMMA-Informationen befindet sie sich inzwischen im Ausland.

Und auch der 16-jährigen Maedeh Hojabri drohen vier Jahre Gefängnis und 80 Peitschenhiebe - sie hatte auf Instagram Tanz-Videos veröffentlicht. Seither folgen zahlreiche IranerInnen im In- und Ausland ihrem Beispiel. Sie tanzen aus Protest gegen die Verhaftung der jungen Frau. So wie schon am vergangenen Freitag in Köln vor der Ditib-Moschee. Und am Montag vor der iranischen Botschaft in Berlin. Auf Twitter läuft die Aktion unter dem Hashtag #DanceForFreedom.

In der letzten Ausgabe berichtete EMMA über diesen neu auf­flammenden Protest der Enkelinnen-Generation im Iran, den „Mädchen von der Revolutionsstraße“. In  der Juli/August Ausgabe porträtieren wir vier Iranerinnen im deutschen Exil: Sie sprechen über ihre relativ freie Jugend im Schah-Regime, über ihre Todesängste im Khomeini-Regime, ihre Flucht und ihr Leben im Exil.

Sie sind sehr unterschiedlich, sind Apothekerin, Unternehmerin oder Künstlerin – aber alle sind politisch engagiert gegen die iranische Diktatur und fordern Solidarität mit den Oppositionellen im Iran.

Bemerkenswert: Diese Exil-Iranerinnen befürworten überwiegend den Boykott des iranischen Regimes! Ihr Argument: Damit es irgendwann ein Ende hat und die Menschen wieder frei sind.

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