Erika Freeman: will Genugtuung

Ihr Vater kam ins KZ, ihre Mutter starb bei einem Bombenangriff. Mit zwölf Jahren floh sie vor den Nazis von Wien nach New York. Sie wurde Psychoanalytikerin und Teil der New Yorker High Society, analysierte Marilyn Monroe, Golda Meir und Jimmy Carter. Jetzt ist die 98-Jährige zurück in Wien und kämpft um einen Balkon.

Vivian Motzfeldt bricht das Eis

Das Video ging um die Welt: Grönlands Außenministerin Vivian Motzfeldt tritt nach harten Verhandlungen mit den USA vor die internationalen Medien. Sie beginnt auf Englisch, fällt dann in ihre eigene, die indigene Sprache Grönlands. Sie wird zum Gesicht für den Kampf um Grönlands Sicherheit – und nebenbei zur Volksheldin.

1998: Politikerinnen verbünden sich

15 Spitzenpolitikerinnen tun sich zusammen, darunter Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth. Sie stellen Forderungen, die bis heute aktuell sind.

1989: Politikerinnen: Immer nur lächeln?

In Bonn sind die Frauen zum Abschuss freigegeben. Die Lieblingskarikatur in den Medien ist die Politikerin mit dem Nudelholz. So sind sie, die Frauen. Hahaha.

1985: Die Ministerin im Interview

An ihrem ersten Amtstag interviewte Schwarzer die neue Frauenministerin Rita Süssmuth zu ihren Plänen. Nach drei Jahren feuerte der Kanzler die Ungeliebte persönlich.

Gertraud, Frieda, Ruth und Anna

Zwei von ihnen hatten das KZ überlebt, nicht aber ihre Begegnung mit Fritz Honka. Drei von ihnen wurden nach ihrer Ermordung von niemandem vermisst. Hier sind die erschütternden Lebensgeschichten der vier Prostituierten, die Opfer des Frauenhassers wurden.

Honkas Opfer: Unvergessen!

Im Hamburger „Garten der Frauen“ erinnert jetzt ein Gedenkstein an die vier Frauen, die Fritz Honka in den 1970ern bestialisch ermordet hatte. Über den Täter wurden Romane und Filme gemacht, die Opfer wurden vergessen. Die Frauen-Initiative hat ihre erschütternden Geschichten recherchiert.

Die Opfer in den Medien 1977

Wie die Medien über die von Fritz Honka ermordeten Frauen berichteten, ist ein Paradebeispiel für die Komplizität zwischen Männerjustiz und Männerpresse. Das Gericht übernahm teilweise wörtlich Berichte über die "schlampigen" und "schmutzigen" Frauen in die Urteilsbegründung, die wiederum unhinterfragt zitiert wurde.

EMMA vor 49 Jahren: Männerjustiz

1977 analysierte Alice Schwarzer als Erste das Ungleichgewicht bei der Behandlung männlicher und weiblicher Täter. Justiz und Medien ließen meist Milde für die Täter walten – und vergaßen darüber die Opfer. Ein aus heutiger Sicht geradezu unfassbares Beispiel: der Frauenmörder Fritz Honka.

Christine de Pizan - vor 600 Jahren!

Hier Christine, wie sie ihren Sohn unterrichtet. Die Gelehrte (1365-1430) hat vor 600 Jahren schon gedacht und gehandelt, wie es heute noch unerhört ist. Die streitbare Tochter eines italienischen Gelehrten in Paris war im 15. Jahrhundert berühmt. Was sie über die Lage der Frauen dachte und schrieb ist noch immer aktuell.

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