In der aktuellen EMMA

England: Erfolgreich verhindert!

Lesbische Frauen demonstrieren in Leeds . - Foto: Mike Bettney
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In Großbritannien wurde die Absicht, die „Gender-Self-Identification“ per Gesetz einzuführen, im September 2020 letztlich abgelehnt. Das war vor allem dem Protest von Feministinnen zu verdanken. Sie schafften es, Öffentlichkeit und Politik aufzuklären und zu alarmieren.

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Seit 2004 dürfen in Großbritannien „Transmenschen“ ihren Personenstand gemäß dem „Gender Recognition Act“ ändern. Sie müssen dazu medizinisch bestätigt unter „Gender-Dysphorie“ leiden, zwei Jahre im anderen Geschlecht gelebt haben und beabsichtigen, das auch bis zu ihrem Lebensende zu tun. Dieses Gesetz sollte auf Druck von Trans-Organisationen nun reformiert werden.

Keira Bell: "Die Klinik hätte meine Wünsche viel stärker hinterfragen müssen!" - imago images
Keira Bell: "Die Klinik hätte meine Wünsche viel stärker hinterfragen müssen!" - imago images

Allein die Erklärung, man definiere sich selbst als Mann oder Frau, sollte künftig für einen Geschlechtswechsel ausreichen.

Wie konnte das fatale Selbstidentifikations-Gesetz verhindert werden? Frauengruppen hatten begonnen, gegen das Gesetz zu mobilisieren. Bestehende Frauen-Initiativen wurden wieder aktiv, neue Gruppen entstanden. Sie heißen We Need to Talk, Women’s Place UK, Standing for Women, Fair Play for Women, Get the L out oder ReSisters. Sie wurden von den linksliberalen Medien als fanatische Frömmlerinnen verunglimpft, gefeuert, bedroht und verklagt. Nichtsdestotrotz fanden die Stimmen der Feministinnen schließlich Gehör. Im September 2020 entschied die britische Regierung: Es gibt kein neues Gesetz, der aktuell gültige „Gender Recognition Act“ bleibt bestehen.

Im Dezember 2020 gab der britische High Court der Klage von Keira Bell statt. Die heute 23-jährige hatte den „National Health Service“ und die ihm unterstehende Tavistock-Klinik verklagt. Sie sei ein „Tomboy“ gewesen und im Internet auf die Möglichkeit gestoßen, dass sie „trans“ sein könnte. Nach einer dreistündigen Sitzung in der Tavistock-Klinik bekam sie als 16-Jährige Pubertätsblocker verschrieben. Ein Jahr später folgte Testosteron, mit 18 ließ sich Keira Bell die Brüste amputieren. „Die Klinik hätte meine Wünsche viel stärker hinterfragen müssen“, erklärt sie heute.

Das sah der High Court genauso und fällte ein historisches Urteil: Jugendliche seien „mit größter Wahrscheinlichkeit nicht in der Lage, die Tragweite und Risiken der Einnahme von Pubertätsblockern zu erfassen und ihre Zustimmung dazu zu geben“. Die Behandlung mit den wenig erforschten Medikamenten sei „ein Experiment“ und die Zustimmung eines Gerichtes künftig vor der Behandlung einzuholen.

Den ganzen Artikel in der Mai/Juni-EMMA lesen.

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